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Aus der PETRI NEWS 231-2021

Von Thomas Bucher
 

I am what I am...

...and what I am needs no excuses… Eine Hymne der LGBT Community, aber Gloria Gaynor hat dieses Lied ganz sicher für alle Menschen geschrieben, die einfach so sind, wie sie sind. Und das ist auch gut so. Deshalb will ich auch nicht über gewisse Gruppen lästern, aber ich bin auf eine Story gestossen, die muss ich Euch einfach erzählen. Da die Geschichte ein juristisches Nachspiel hatte, ist der Wahrheitsgehalt auch verbürgt.

Da gab es diesen Artikel vom Forschungslabor des MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine absolut seriöse und renommierte Einrichtung. Dieser kam zum Schluss, dass Hipster durch ihre Ablehnung von Mainstream am Ende auch alle wieder gleich aussehen. Ich persönlich finde ja Hipster, mit ihren Bärten und karierten Flanellhemden, in etwa so prickelnd wie eine Wanderdüne. Wie dem auch sei, ein Hipster hat sich energisch gegen diesen Artikel gewehrt. Er hat dem Autor Mangel an grundlegender journalistischer Ethik und nicht belegbaren Unsinn des Inhalts vorgeworfen. Der Gipfel sei jedoch, dass man im Aufmacher, verleumderisch und ohne Erlaubnis, sein Bild verwendet hat. Selbstverständlich werde er rechtliche Schritte einleiten.

Das MIT hat sich natürlich umgehend bei der Fotoagentur nach den Bildrechten erkundigt, sie wollten ja nichts Unrechtes tun. Diese machten das eigentliche Model ausfindig, und siehe da, es handelte sich um einen anderen Hipster. Der wütende Mützen- und Vollbartträger musste feststellen, dass es doch nicht er auf dem Bild ist, eine Entschuldigung gab es aber nie. So absurd das Ganze klingen mag, eines hat der 34-Jährige wohl auf eindrucksvolle Art und Weise bewiesen: Die Studie hat Recht. ‘‘Hipster sehen so gleich aus, dass sie sich selbst nicht mehr von den anderen unterscheiden können‘‘, postete der Autor ein wenig spöttisch nach der Aufklärung.

Es ist egal, ob man meint ein Hipster zu sein oder nicht, ob man Rotwein oder Bier bevorzugt, ob man auf Männlein oder Weiblein steht. Es braucht für nichts eine Entschuldigung und es hat für alle Platz in unserer Gesellschaft. Man ist wer man ist und man soll sich wohlfühlen dabei.